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Zuckerrot und Blaubeergelb

Ein Roman aus dem Leben - Worum geht's?

Wie so viele andere Mädchen, hatte auch Kaja Linnegart einst ganz andere Vorstellungen von ihrer Zukunft, vor allem in beruflicher Hinsicht. Kreativ wollte sie sein! Leider wurde daraus nichts. Die Jahre vergingen, der steigende Druck im Job, die immer knappere Privat- und kaum vorhandene Auszeit ... Man musste einfach zufrieden sein. Eines Tages geschah es dann: Die Lichter gingen aus und der bislang zuverlässige Arbeitsapparat trat in den Streik. Es folgte eine lange Phase, in der viel Zeit zum Nachdenken war. Was nun? Wie sollte es weitergehen? Wie würden jene Menschen reagieren, zu deren Zufriedenheit man nicht mehr arbeiten konnte? Die Antworten folgten bald: Partnerschaften wurden aufgelöst, Kontakte brachen ebenso weg wie der größte Teil des Umsatzes, "Freunde" waren überfordert ... Sie erfuhr von Geschichten anderer Menschen, die in der Mitte ihres Lebens an einem ähnlichen Wendepunkt gelandet waren. So erschuf die Autorin ihre fiktive Figur "Lara", die für viele Frauen stehen sollte, deren Erfahrung zu einem Ausbruch aus einem Leben geführt hatte, das nicht ihres war, und die sich ihren Sehnsüchten beherzt zu stellen versuchten, auch wenn es oftmals steinig und schwer war. "Zuckerrot und Blaubeergelb" ist das Gegenteil von "Schwarz und Weiß", ein leicht ironischer Frauenroman mit Humor und Herz. Er soll Mut machen und sagen: Es ist okay, man selbst zu sein. Und es ist in Ordnung, wenn dies weder alle Hürden des Alltags in Luft auflöst noch zu vollkommener Glückseligkeit führt. Menschen kommen und gehen, Haushaltsgeräte implodieren trotzdem, und die schlappen Haare und drohenden Winke-Arme lassen sich dadurch auch nicht vermeiden. Aber vielleicht wird manches ein bisschen leichter, wenn man sich von einigem Ballast befreit und es nicht jedem recht zu machen versucht ...

Leisefuß und das Geheimnis hinter den Bergen

Ein Drachen-Abenteuer für Kinder

Mit diesem Kinderbuch erfüllte sich für Kaja Linnegart ein Traum, als die Illustratorin Claudia Kolb ihrer Geschichte bezaubernde Figuren schenkte, die über Monate hinweg liebevoll gezeichnet wurden. Gemeinsam setzten beide ihren Wunsch in die Realität um, Kindern einen kleinen Helden zu schenken.

"Kennst Du das? Eigentlich würdest Du lieber spielen, aber die Großen haben gerade andere Pläne. Dem kleinen Drachen Leisefuß geht es ganz genauso! Am liebsten hüpft er ins Meer, zusammen mit Zwicki, seiner Krabben-Freundin. Aber Vater Trampelbahn meint, dass Leisefuß das Fliegen üben soll. Das stellt der kleine Drache sich langweilig vor. Aber dann trifft er ein ihm unbekanntes Drachenmädchen. Plötzlich ist Fliegen ganz schön aufregend! Und nicht nur das: Hinter den Bergen, in Titanella, da soll es ein Geheimnis geben! Die sind allerdings ganz schön weit weg. Wenn er nur nicht so neugierig wäre ... Puh! Ob Leisefuß es schafft, das Rätsel von Titanella zu lösen?"

Diese Geschichte ist nicht nur spannend und macht Freude, sondern möchte sich auch mit der Sichtweise der Kinder auseinandersetzen. Eine Brise Abenteuer ist dabei nicht ausgeschlossen!

Leisefuß kommt in zwei unterschiedlichen Formaten daher: Einem großen Hardcover-Buch, das Stabilität und Voll-Illustration miteinander vereint, sowie einem kleinen Softcover, das z.B. in der Kindertasche mitreisen kann und dennoch nicht an Bildern entbehrt.

Demnächst wird es ein fantastisches Hörbuch geben, das von Shanti Lunau vertont wird.

Seid gespannt!

Alles über unseren kleinen Drachen!

Zu Shanti Lunau findet ihr hier mehr.

Und wer hat gezeichnet? Zum Atelier von Claudia Kolb, geht's hier lang.

Thriller - aktuelles Projekt

Nach langer Recherche und gründlicher Vorbereitung, wagt Kaja Linnegart sich in neue Gefilde. Sie schreibt an einem Manuskript zu einem Psycho-Thriller, der noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Textprobe

Isolde erinnerte sich dunkel an einen Geschichtsaufsatz in der Schule. Damals ging es tatsächlich um griechische Mythologie und die zwölf olympischen Götter.

Hermes ... War er nicht als Götterbote bekannt? Isolde war sich nahezu sicher, dass er jener der zwölf gewesen war, der Flügel an seinen Sandalen getragen und in Windeseile Nachrichten des Zeus überbracht hatte. Schnell. Flügel. Nachrichten. In ihrem Kopf pulsierte das Blut, hinter ihren Schläfen pochte es. Sie hatte Roman vollkommen ausgeblendet, ihr Verstand war auf der Fährte nach etwas, das sich nicht recht greifen ließ. Plötzlich fiel es ihr ein: Gott der Reisenden! Sie stand so abrupt auf, dass sie den Stuhl dabei umwarf, von dessen Lehne sie ihre Jacke zog. Grußlos riss sie die Tür des Besprechungszimmers auf und rannte davon.

Reisende ... Sie musste unbedingt nach Hause!

In irgendeiner Untiefe ihrer diversen ‚Ablagen‘ musste dieses Referat noch sein!

Wochenlang hatten Rabea und sie an diesem Pamphlet gearbeitet, das sie damals nicht die Bohne interessiert hatte. Dennoch steckten sie alle Mühe und Zeit in ihre Gemeinschaftsarbeit, da es beider einzige Chance darauf war, das Klassenziel zu erreichen. Das einte die beiden Freundinnen von jeher: Sie waren blitzgescheit, aber nahezu unfähig, Wissen in sich aufzunehmen, für das sie keine Verwendung sahen. Damals war es ihnen mit der griechischen Mythologie genauso ergangen. Niemals hätte Isolde angenommen, dass sie viele Jahre später auf ihre eigenen Ergebnisse akribischer Recherche zurückgreifen würde. Welch Glücksfall! Das Adrenalin drückte gegen ihre Halsschlagader, während sie den Lenker umklammerte, als wäre er der Rettungsanker. Diese verfluchte rote Ampel! Endlich wurde sie grün.

Fast fuhr Isolde in den Vordermann, der offenbar mit einer Sache auf seinem Beifahrersitz befasst war. Wütend drückte sie auf die Hupe. „Fahr doch!“, schrie sie in den Innenraum des alten Ford Taunus Turnier ihres Kollegen, der wohl noch nicht wusste, dass sie vor ihrem Aufbruch dessen Autoschlüssel vom Tisch geschnappt hatte. Nicht nur der Umwelt zuliebe war sie seit Jahren überzeugte Fahrradfahrerin. Die Bewegung tat ihr einfach gut, obwohl der innere Schweinehund, der einer faulen Natur sein wollte, eine tägliche Herausforderung darstellte. Roman Pfaff hingegen hegte und pflegte sein uraltes Vehikel wie ein Kind, das seiner vollen Aufmerksamkeit bedurfte. Isolde war sich nicht sicher, ob er sie nicht umbringen würde, wenn er bemerkte, dass sie mit seinem ‚Kind‘ getürmt war. Sie verdrängte den Gedanken und ignorierte das Handy, das mittlerweile zum fünften Mal einen ihrer favorisierten Rock-Songs zum Besten gab. Konzentriert sah sie auf die Straße, zwang sich, nicht nach den Nummern oder eingespeicherten Namen auf dem Display zu achten. Sie musste diese Ausarbeitung holen! Später! Später würde sie allen erklären, weshalb sie sich nicht ablenken lassen durfte. Nicht konnte. Eine Stimme in ihrem tiefsten Inneren sagte ihr, dass es um Leben und Tod ging und dass diese Tote nicht die einzige war oder bleiben konnte.

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